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Dr. Frank Walk, Fachanwalt für Arbeitsrecht, München

Dr. Frank Walk

Fachanwalt für Arbeitsrecht

  • Gründungspartner Emplawyers
  • 2011 bis 2014 Bird & Bird
  • 2002 bis 2011 Taylor Wessing
  • 2000 als Rechtsanwalt zugelassen
  • wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Gesellschafts- und Arbeitsrecht
  • Studium an der Universität in Augsburg

„Pragmatisch zu sein, ohne das Recht aus dem Auge zu verlieren.“

Dr. Frank Walk hat nach vielen Jahren in internationalen Großkanzleien die spezialisierte Boutique EMPLAWYERS mitbegründet. Er verfügt über langjährige Erfahrung in der arbeitsrechtlichen Betreuung von Unternehmen der IT-Industrie, des Gesundheitswesens sowie von Banken und Versicherungen. Mehr über Dr. Frank Walk erfahren Sie im folgenden Interview:


 

Warum haben Sie ausgerechnet Jura studiert?

Weil mir jemand gesagt hat: „Mit Jura kannst Du später immer noch alles machen.“ Das stimmt so natürlich nicht, aber für das, was ich dann tatsächlich machen wollte, nämlich Anwalt sein, war es schon das richtige Studium.

Warum haben Sie sich für den Anwaltsberuf entschieden?

Es macht mir Freude Probleme zu lösen. Als Anwalt versucht man immer Probleme zu lösen. Zum Glück sind es meist die anderer Leute, das macht es natürlich etwas angenehmer. Außerdem gibt es vermutlich wenige Berufe die so abwechslungsreich sind. Andere juristische Berufe, insbesondere im Staatsdienst, wie Richter, Staatsanwalt oder Verwaltungs-Jurist waren mir nicht unternehmerisch genug.

Was sind im Arbeitsrecht für den Anwalt die größten Herausforderungen?

Pragmatisch zu sein, ohne das Recht aus dem Auge zu verlieren. Das gilt vermutlich im Prinzip für jeden Anwalt, aber ich denke für den im Arbeitsrecht tätigen Anwalt ganz besonders, da es im Arbeitsrecht um langfristige Beziehungen geht. Wer da nur die Rechtsfragen im Blick hat, kann leicht Schaden anrichten. Wer anderseits Lösungen abseits der Rechtslage sucht, gerät schnell in Schwierigkeiten. Die Balance zu finden, das ist die Herausforderung.

Ihr Lieblingsthema als Anwalt?

Kommunikation. Zwischen Mandant und Anwalt, zwischen den Parteien, zwischen den Anwälten, zwischen Anwalt und Richter. Kommunikation ist alles!

Das Arbeitsrecht ist …

… parteiisch. Zugunsten des Arbeitnehmers. Das liegt in der Natur der Sache. Es dient dem Ausgleich der vom Gesetzgeber unterstellten Überlegenheit des Arbeitgebers. Das muss man sich klarmachen, dann wird vieles verständlicher. Im Übrigen ist das Arbeitsrecht in der Praxis geprägt von Verhandlung. Das finde ich spannender als die bloße Lösung von Rechtsfragen, weil es mit Kreativität und (schon wieder) Kommunikation zu tun hat.

Welche Themen sind für Sie die wichtigsten der Zukunft im Arbeitsrecht?

Ich glaube, dass die Digitalisierung das Arbeitsleben und damit das Arbeitsrecht noch erheblich verändern wird. Wir werden uns von der Vorstellung eines „Normalarbeitsverhältnisses“ (9-to-5 am Arbeitsplatz und am liebsten auf Lebenszeit) immer mehr verabschieden müssen. Das bringt neue Herausforderungen für alle am Arbeitsleben Beteiligten, auch für das Arbeitsrecht.

Ihre Helden in der Wirklichkeit?

Eltern.

Wo darf man lügen?

Im Wertungsteil von Arbeitszeugnissen darf und muss man manchmal lügen.

Mit wem würden Sie gerne mal ein Bier trinken?

Denny Crane aus der Serie “Boston Legal” (alias William Shatner). Vermutlich wäre es aber eher ein Whiskey als ein Bier.

Und worüber reden?

Frauen, natürlich. Und vielleicht über amerikanisches Arbeitsrecht.

Pizza oder Pasta?

Pasta. Am liebsten Spaghetti carbonara – aber ohne Sahne oder so Zeugs.